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Seifenkraut (Saponaria officinalis)

Seifenkraut2.jpg
Foto Brü

ist eine blass rosa blühende, mit Taubenkropf zum Beispiel leicht verwechselbare Pflanze. Sie ist seit der Jungsteinzeit durch ihren Gehalt an seifenartigen Verbindungen (sog. Saponine; von sapo = Seife) in ihrer Wurzel als Waschmittel (Waschwurz) geschätzt. In Kräuterbüchern des Mittelalters findet die Pflanze bereits Erwähnung zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Vom Taubenkropf unterscheidet sie sich auf den ersten Blick dadurch, dass ihre verwachsenen Kronblätter nicht aufgebläht sind wie der Kropf einer Taube.

Sie sind beim schnellen Vorbeifahren

am Wegesrand recht schwer zu unterscheiden: die
Wegwarte und die Malve. Sie blühen im Juni bis September fast gleichzeitig und an ähnlichen Standorten, nämlich Acker - und Wegrändern und zeigen Stickstoff an.

Die Malve

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findet im Alten Testament bereits Erwähnung als Moses einem Fieberkranken Malventee verabreicht. Bis heute ist Malventee ein gerne genommenes Getränk, weniger wegen seiner Heilwirkung,eher wegen seiner Farbgebung in Haustees. Grundsätzlich aber ist Malventee reizlindernd und schleimlösend bei Atemwegserkrankungen. Für Wildbienen sind die Blüten eine gute Pollenweide wie das Foto zeigt.

Malve
Fotos Brü

Die Wegwarte war Blume des Jahres 2009

Wegwarte.JPG

da sie vorallem im Norden Deutschlands relativ selten vorkommt. Sie ist eine Verwandte von Radicchio und Chicoree.In Kriegszeiten haben die Großeltern die Wurzel geröstet und als Kaffeeersatz (Muckefuck) verwendet. Dem Fotografen sei gesagt: Die Blüte ist morgens offen und am Nachmittag wieder geschlossen. Finken picken gerne die Samen im Herbst.

Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Herbstzeitlose mit Biene als Bestäuberin

Ihr deutscher Name ist Programm: Im Herbst blühend irgendwann,zeitlos zwischen August und November. Auch ihr lateinischer Name ist es.Er bezieht sich auf Colchis,eine Stadt am Schwarzen Meer, in der die Zauberin und Giftmischerin Medea zu Hause war. Was die dem Krokus ähnliche Pflanze giftig macht ist vorallem der Stoff Colchicin, der in allen Pflanzenteilen vorkommt: im Herbst in der rosafarbenen bis hellvioletten Blüte, in der Zwiebelknolle die ca 15 - 20 cm tief in der Erde steckt und mit einer Küchenzwiebel verwechselt werden kann und vorallem in den erst im nächsten Frühjahr erscheinenden Blättern, die dem Bärlauch ähnlich sind, vorallem aber zusammen mit der grünen Samenkapsel, aussehend wie eine knospende Tulpe. Der Giftstoff Colchicin hat aber auch seinen medizinischen Nutzen als fast einzig wirksames Mittel gegen einen Gichttanfall oder als Mittel zum Stoppen der Zellteilung um damit in der Pflanzenzüchtung den Chromosomensatz einer Zelle zu verdoppeln und so z.B. zur Fruchtvergrößerung beizutragen. Die Herbstzeitlose wächst und blüht vorallem auf feuchten Wiesen und Weiden und Insekten,wie Bienen, tragen zur Bestäubung bei. Sie wird aber auch von Schwebfliegen besucht, wie unsere Bilder zeigen.

Herbstzeitlose mit Schwebfliege
alle Fotos Brüning

Die Heilpflanze des Jahres 2019

Johanniskraut (Hypericum)

Johanniskraut

Der vollständige lat. Name H.perforatum bezieht sich auf die eiförmigen Blätter, die durchscheinend punktiert(perforiert) erscheinen. Darin findet sich Spathulenol, ein ätherisches Öl, das immunsuppressive Wirkung haben soll. Zerriebene Blüten färben die Finger rot ("Johannisblut"). Der Stoff Hypericin kommt als Rotöl zur Anwendung. Bei Kontakt mit der Haut kann er diese lichtempfindlich machen und zu Sonnenbrand-ähnlichen Reaktionen führen. Der Name Sonnenwendkraut bezieht sich auf die Blütezeit zur Sommersonnwende um den 21.Juni,oder St.Johanni zum 24.Juni.

Dost oder wilder Majoran

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Foto Brü

ist ein aromatisches Gewürzkraut für Pizza und Pasta, Salate und Käse. Auch er ist ein guter Nektarlieferant für die Bienen. Außerdem enthält er ätherische Öle, so dass er gerne als Beipackung in Kräuterkissen Verwendung findet. Olivenöl kann man mit ein paar trockenen Dostzweigen zu Würzöl verfeinern.

Nun macht er seinem Namen alle Ehre

der Blasenstrauch (Colutea arborescens)

Blasenstrauch

der außer im Mittelmeergebiet nur noch in der Oberrheinebene ( wie hier am Kaiserstuhl ) natürlich vorkommt. An seinen Wurzeln bilden sich Wurzelknöllchen in denen stickstoffbindende Bakterien leben.

Blasenstrauch (1).JPG

nicht seine Blüte, die ihn als Schmetterlingsblütler ausweisen oder seine unpaarig gefiederten Blätter

Blasenstrauch Fruchtstand

sondern seine Frucht verleiht ihm seinen Namen. Diese ist, da die Fruchtwand gasundurchlässig ist, durch Kohlendioxid zu einer Blase aufgetrieben.

Blasenstrauch Frucht
alle Fotos Brü

Die Giftpflanze des Jahres 2019

Der Aronstab (Arum maculatum)

Aronstab_(1).JPG
Foto Brüning

Der Aasgeruch lockt Fliegen und Mücken an und diese sorgen für die Blütenbestäubung über eine raffinierte Falle in Kesselform. Die Pflanze sollte man besser nicht berühren; vorallen die roten Beeren sind giftig.

Die Nachtkerze Oenothera biennis

Nachtkerze

ist eigentlich eine Pflanze von Wegesrändern, macht aber auch in einem Garten einiges her wie auf diesem Bild demonstriert wird. Allerdings öffnet sie ihre Blüten langsam gegen Abend und schließt sie wieder im Laufe des frühen Vormittags. Aber allein das Schauspiel des langsamen Blütenöffnens ist es wert sich diese zweijährige Pflanze einmal im Garten zu halten.

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl Bachenstraße 42, 79241 Ihringen Birgit Sütterlin & Reinhold Treiber

Tel. 07668 - 7108 80

Büro: Montag + Donnerstag 10 - 12 Uhr

E-Mail: naturzentrum@ihringen.de

 
 
 
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