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Die Wegwarte war Blume des Jahres 2009

Wegwarte.JPG

da sie vorallem im Norden Deutschlands relativ selten vorkommt. Sie ist eine Verwandte von Radicchio und Chicoree.In Kriegszeiten haben die Großeltern die Wurzel geröstet und als Kaffeeersatz (Muckefuck) verwendet. Dem Fotografen sei gesagt: Die Blüte ist morgens offen und am Nachmittag wieder geschlossen. Finken picken gerne die Samen im Herbst.

Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Herbstzeitlose mit Biene als Bestäuberin

Ihr deutscher Name ist Programm: Im Herbst blühend irgendwann,zeitlos zwischen August und November. Auch ihr lateinischer Name ist es.Er bezieht sich auf Colchis,eine Stadt am Schwarzen Meer, in der die Zauberin und Giftmischerin Medea zu Hause war. Was die dem Krokus ähnliche Pflanze giftig macht ist vorallem der Stoff Colchicin, der in allen Pflanzenteilen vorkommt: im Herbst in der rosafarbenen bis hellvioletten Blüte, in der Zwiebelknolle die ca 15 - 20 cm tief in der Erde steckt und mit einer Küchenzwiebel verwechselt werden kann und vorallem in den erst im nächsten Frühjahr erscheinenden Blättern, die dem Bärlauch ähnlich sind, vorallem aber zusammen mit der grünen Samenkapsel, aussehend wie eine knospende Tulpe. Der Giftstoff Colchicin hat aber auch seinen medizinischen Nutzen als fast einzig wirksames Mittel gegen einen Gichttanfall oder als Mittel zum Stoppen der Zellteilung um damit in der Pflanzenzüchtung den Chromosomensatz einer Zelle zu verdoppeln und so z.B. zur Fruchtvergrößerung beizutragen. Die Herbstzeitlose wächst und blüht vorallem auf feuchten Wiesen und Weiden und Insekten,wie Bienen, tragen zur Bestäubung bei. Sie wird aber auch von Schwebfliegen besucht, wie unsere Bilder zeigen.

Herbstzeitlose mit Schwebfliege
alle Fotos Brüning

Johanniskraut (Hypericum)

Johanniskraut

Der vollständige lat. Name H.perforatum bezieht sich auf die eiförmigen Blätter, die durchscheinend punktiert(perforiert) erscheinen. Darin findet sich Spathulenol, ein ätherisches Öl, das immunsuppressive Wirkung haben soll. Zerriebene Blüten färben die Finger rot ("Johannisblut"). Der Stoff Hypericin kommt als Rotöl zur Anwendung. Bei Kontakt mit der Haut kann er diese lichtempfindlich machen und zu Sonnenbrand-ähnlichen Reaktionen führen. Der Name Sonnenwendkraut bezieht sich auf die Blütezeit zur Sommersonnwende um den 21.Juni,oder St.Johanni zum 24.Juni.

Tüpfel - Johanniskraut ,Sonnwendkraut, Tüpfel-Hartheu

Johanniskraut 2
alle Fotos Brü

Nun macht er seinem Namen alle Ehre

der Blasenstrauch (Colutea arborescens)

Blasenstrauch (2).JPG

der außer im Mittelmeergebiet nur noch in der Oberrheinebene ( wie hier am Kaiserstuhl ) natürlich vorkommt. An seinen Wurzeln bilden sich Wurzelknöllchen in denen stickstoffbindende Bakterien leben.

Blasenstrauch (1).JPG

nicht seine Blüte, die ihn als Schmetterlingsblütler ausweisen oder seine unpaarig gefiederten Blätter

Blasenstrauch Fruchtstand

sondern seine Frucht verleiht ihm seinen Namen. Diese ist, da die Fruchtwand gasundurchlässig ist, durch Kohlendioxid zu einer Blase aufgetrieben.

Blasenstrauch Frucht
alle Fotos Brü

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl

Bachenstraße 42

Birgit Sütterlin & Reinhold Treiber

Tel. 07668 - 7108 80

Büro: Montag + Donnerstag 10 - 12 Uhr

E-Mail: naturzentrum@ihringen.de

 
 
 
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