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Beinwell (Symphytum officinale)

Beinwell_mit_Wildbienen_(3).JPG

Der Name ist Programm. Früher ein Mittel bei Knochenbrüchen; heute hilft ein Extrakt aus der Wurzel gegen Verstauchungen,Prellungen und Zerrung. Allantoin,Rosmarinsäure und Cholin sind die wichtigsten Inhaltsstoffe. Eine Blütenpflanze die von Wildbienen gerne besucht wird.

Der Spitzwegerich

Plantago lanceolata

Spitzwegerich Plantago lanc.

Der Herr (-rich = Herrscher,König) des Weges kommt genügsam daher. Wie es scheint genügt ihm die kleinste Ritze um gedeihen zu können. Drei Arten kommen vor: Spitz-,mittlerer und Breitwegerich. Jetzt blühen sie und sind etwas auffälliger als sonst, obwohl sie uns auf Schritt und Tritt begegnen. Sie sind allesamt alte Heilpflanzen (wundheilend, blutreinigend, hustenlindernd, kühlend) und galten lange als Allheilmittel. Sie enthalten Schleimstoffe, deswegen haben schon die Mönche auf ihren Pilgerwegen Wegerichblätter in ihre Schuhe gelegt um Druckstellen und Blasen zu verhindern. Zerriebende Blätter lindern kühlend und abschwellend den Stich von Wespen oder Bienen, auch der Juckreiz wird gestillt. Bei Husten sind die Inhaltsstoffe reizstillend und fördern das Abhusten durch Schleimlösung. Mineralien wie Eisen begründen die Wirkung des Wegerichs auf das Blut, darüber hinaus sind Vitamine C und A in der Pflanze enthalten. Übrigens: Der Spitzwegerich ist ARZNEIPFLANZE DES JAHRES 2014 !

Das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Pfaffenhütchen.JPG
Foto Brü

oder Spindelbaum wächst am Kaiserstuhl teilweise als Erosionsschutz an den Rebböschungen. Seine Blüten sind relativ unscheinbar, der Nektar wird gerne von Ameisen und Fliegen gesammelt. Die Früchte, die ab August bis Mitte Oktober reifen, sehen wie das Birett (Kopfbedeckung) eines Geistlichen aus. Die rote Fruchtfarbe wirkt gerade für Kinder lecker und verführerisch, 30-40 Früchte sollen aber tödlich sein. Vergiftungserscheinungen sind Kolliken, Übelkeit, Krämpfe, Kreislaufkollapse und Durchfall. Nierenschäden und Leberschwellungen treten auf. Das Pfaffenhütchen war 2006 die Giftpflanze des Jahres. Das zähe Holz eignet sich für Drechselarbeiten und wurde als Putzholz von den Uhrmachern benutzt. Außerdem diente es zur Herstellung von Zeichenkohle. Das Pulver der Samen kam in der Volksheilkunde als Bekämpfungsmittel für Läuse und Krätzmilben zur Anwendung.

Natternkopf oder Blauer Heinrich (Echium vulgare)

Natternkopf

Ob sein Name davon herrührt, dass er seit der Antike gegen Schlangenbisse oder Skorpionsstiche mit ungewissem Erfolg verwendet wurde ? Natternzunge wäre wohl eine bessere Bezeichnung,wenn man die späte Einzelblüte betrachtet. Die weibliche Narbe ragt aus der Blüte hervor wie die gespaltene Zunge einer züngelnden Schlange. Der Blaue Heinrich beginnt im Mai zu blühen. Anfangs ist seine Blüte eher nicht blau sondern rosa, wird aber gegen Blühende blau. Wir konnten auch einen Natternkopfalbino entdecken, was aber scheinbar gar nicht so selten zu sein scheint. Das beiliegende Foto zeigt diesen Albino. Sein Alkaloidgehalt macht den Natternkopf gering giftig. Er ist jedoch eine hervorragende Bienenweide, wobei die Bienen offenbar lernen, dass nur die rosa Blüten reich an Nektar sind. Er enthält bis zu 25 Prozent Zucker.

Natternkopff

Die Heilpflanze des Jahres 2019

Johanniskraut (Hypericum)

Johanniskraut

Der vollständige lat. Name H.perforatum bezieht sich auf die eiförmigen Blätter, die durchscheinend punktiert(perforiert) erscheinen. Darin findet sich Spathulenol, ein ätherisches Öl, das immunsuppressive Wirkung haben soll. Zerriebene Blüten färben die Finger rot ("Johannisblut"). Der Stoff Hypericin kommt als Rotöl zur Anwendung. Bei Kontakt mit der Haut kann er diese lichtempfindlich machen und zu Sonnenbrand-ähnlichen Reaktionen führen. Der Name Sonnenwendkraut bezieht sich auf die Blütezeit zur Sommersonnwende um den 21.Juni,oder St.Johanni zum 24.Juni.

Tüpfel - Johanniskraut ,Sonnwendkraut, Tüpfel-Hartheu

Johanniskraut 2
alle Fotos Brü

Dost oder wilder Majoran

Dost.JPG
Foto Brü

ist ein aromatisches Gewürzkraut für Pizza und Pasta, Salate und Käse. Auch er ist ein guter Nektarlieferant für die Bienen. Außerdem enthält er ätherische Öle, so dass er gerne als Beipackung in Kräuterkissen Verwendung findet. Olivenöl kann man mit ein paar trockenen Dostzweigen zu Würzöl verfeinern.

Nun macht er seinem Namen alle Ehre

der Blasenstrauch (Colutea arborescens)

Blasenstrauch

der außer im Mittelmeergebiet nur noch in der Oberrheinebene ( wie hier am Kaiserstuhl ) natürlich vorkommt. An seinen Wurzeln bilden sich Wurzelknöllchen in denen stickstoffbindende Bakterien leben.

Blasenstrauch (1).JPG

nicht seine Blüte, die ihn als Schmetterlingsblütler ausweisen oder seine unpaarig gefiederten Blätter

Blasenstrauch Fruchtstand

sondern seine Frucht verleiht ihm seinen Namen. Diese ist, da die Fruchtwand gasundurchlässig ist, durch Kohlendioxid zu einer Blase aufgetrieben.

Blasenstrauch Frucht
alle Fotos Brü

Spätburgundertraube

Spätburgundertrauben
Foto Brü

Sie ist jetzt Ende August fast reif und damit zu Recht Pflanze des Monats am Kaiserstuhl.

Amarant(h) oder Fuchsschwanz

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Amarant oder Fuchsschwanz wird wie Getreide verwendet, ist aber biologisch nicht zum Getreide zu rechnen, da alle sonstigen Getreidearten Süßgräser sind. Wichtig an Amarant : er ist glutenfrei und damit ein vollwertiger Getreideersatz für Menschen die an Zöliakie leiden. Wichtig auch sein hoher Eisengehalt. Amarantblätter riechen zerrieben deutlich nach Spinat und schmecken danach oder nach Mangold. Die Samen dagegen sind eher nussig.

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch
Foto Brü

wird wegen des gurkenähnlichen Geschmackes seiner Blätter auch Gurkenkraut genannt. Er stammt ursprünglich als dem Mittelmeerraum und war von der Antike bis ins Mittelalter hinein ein Heilkraut gegen Melancholie und Traurigkeit : "Ich, Borretsch, bringe Freude"(PLINIUS). Vielleicht ist dies auch der Grund, warum man in der Küche seine essbaren Blüten in den Salat streut oder sie, kandiert, als Dekoration für Süßspeisen verwendet. In Wien habe ich ein kleines Geschäft entdeckt, in welchem die Blüten mit Eischnee bestrichen, mit Puderzucker bestreut und anschließend getrocknet werden. So werden sie als Konfekt verkauft. Für die Imker stellt Borretsch eine ausgezeichnete Bienenweide dar, die Verfärbung der Blütenfarbe von Blau nach Rot kann als Indikator für Säure Verwendung finden.

Die Nachtkerze Oenothera biennis

Nachtkerze

ist eigentlich eine Pflanze von Wegesrändern, macht aber auch in einem Garten einiges her wie auf diesem Bild demonstriert wird. Allerdings öffnet sie ihre Blüten langsam gegen Abend und schließt sie wieder im Laufe des frühen Vormittags. Aber allein das Schauspiel des langsamen Blütenöffnens ist es wert sich diese zweijährige Pflanze einmal im Garten zu halten.

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl Bachenstraße 42, 79241 Ihringen Birgit Sütterlin & Reinhold Treiber

Tel. 07668 - 7108 80

Büro: Montag + Donnerstag 10 - 12 Uhr

E-Mail: info@naturzentrum-kaiserstuhl.de

 
 
 
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