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Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea)

Holzbiene Männchen

gilt in Baden-Württemberg als stark gefährdet. Das hier abgebildete Holzbienenmännchen ist eindeutig an einem braunroten Ring unmittelbar vor den Fühlerspitzen erkennbar. Ihr Lebensraum benötigt ausreichend mürbes Totholz, in das hinein die Weibchen ihre Niststätten nagen. Dies sind hintereinander liegende Brutzellen, deren Zwischenwände aus ausgenagtem Totholz bestehen. Sie fliegt als eine der ersten Wildbienenarten und sucht nach Pollen und Nektar hier am Winterjasmin.

Weinbergschnecke (Helix pomatia)

Weinbergschnecke

Während einige Artgenossen die "Haustüre" noch verschlossen halten, was beim vergangenen Kälteeinbruch gar nicht so verkehrt erschien, machen sich andere mit langgestielten Augen und kurzgestielten Tastern schon auf die Suche nach Nahrung. Den Winter haben sie in einer Art Kältestarre verdeckelt in ihrem Gehäuse verbracht. Wer sich ein wenig für Vererbung interessiert: Die meisten Gehäuse sind im Uhrzeigersinn (wenn man auf die Gehäusespitze draufschaut nach rechts) gewunden. Nur jede 20.000ste ist links- gewunden.

Die Walnussernte ist lange vorbei

Saatkrähe mit Walnuss
Saatkrähe mit Walnuss im Schnabel

aber auf den Feldern sieht man augenblicklich die eine oder andere Saatkrähe mit einer übrig gebliebenem Walnuss im Schnabel. Der starke Schnabel reicht normalerweise aus, diese auf zu hacken. Ab und zu fiel vielleicht auch mal eine Nuss beim Flug aus dem Schnabel und platzte auf der Strasse auf (Zufall). Kürzlich konnte aber beobachtet werden, dass das Auffliegen mit Nuss im Schnabel - Fallenlassen - Wiederauffliegen dreimal hintereinander geschah. Aus der Ferne sah es wie ein Spiel aus. Nach dem dritten Mal aber pickte die Saatkrähe an der Stelle wo die Nuss zuletzt heruntergefallen war. So könnte aus einem zufälligen Ereignis ein intelligentes, weil zielführendes Verhalten geworden sein. Die schwarzen Vögel mit dem grauen Schnabel und dem hellen unbefiederten Schnabelgrund gehören zu den Singvögeln, wobei ihr krr, kräh, rääh oder korr (je nach Stimmung) dies eher nicht vermuten lässt. Im Volksglauben waren sie Unglücksboten, auf Gemälden oft auf Galgen hockend oder auf Schlachtfeldern Aas fressend dargestellt oder als Bestandteil von Hexen- und Zauberlegenden vorkommend. Noch 1963 machte sie Hitchcock in seinem Thriller Die Vögel zu unheimlichen Gestalten der Vogelwelt. Aufdringlich können sie schon werden wenn sie in den Städten auf hohen Bäumen Nistplätze finden und ihre Brutplätze zu großen Kolonien heranwachsen, dann ist Krach und Kot angesagt (BZ. 10.1.2013). So ist eigentlich ein Wintergast aus Osteuropa zu einem Kulturfolger geworden, der nicht nur auf Müllkippen sondern auch in jedem Schulhof noch manches Stückchen Pausenbrot findet.

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl Bachenstraße 42, 79241 Ihringen Birgit Sütterlin

Büro: Mo + Do 10 - 12 Uhr

Tel: 07668 710880

info@naturzentrum-kaiserstuhl.de

 
 
 
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