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Wiedehopfe und Bienenfresser...

Bienenfresser mit Großlibelle

haben ihre Jungen hier zum Teil in zweiter Brut groß gezogen, aus den Höhlen und Gängen in die Freiheit gelockt und ihnen kurz die Speisen von Maulwurfsgrille und Hummeln oder Libellen gezeigt. Nun war es Zeit auf die große Reise zu gehen, die Wiedehopfe im Alleingang, die Bienenfresser in kleinen Scharen. Vereinzelt hat man sie noch in den Rheinauen bei Burkheim gehört und auch gesehen aber nun sind sie in Richtung Süden davongezogen. Wir wünschen ihnen eine gute und sichere Rückkunft als Zugvögel im April/Mail 2020. Zur Erinnerung an sie für das Jahr 2019 zwei Fotos vom Kaiserstuhl ...

Wiedehopf
Fotos K.-E. Schmieder

Ihre Familie hat keinen guten Namen,

Reiswanzen versch.Larvenstadien an Brennnessel
Larven verschiedenen Alters auf Brennnessel

was aber nicht bedeuten soll, dass man sie nicht als Tier des Monats vorstellen kann: die Reiswanzen (Nezara viridula), die sich hier - von jung bis alt - auf einer Brennnessel wohlfühlen. Was wiederum bedeutet, dass auch die Brennnessel nicht nur als Wirtspflanze für verschiedene Schmetterlingsarten und als Grundstoff für Jauche gegen Blattläuse nützlich ist. Die Reiswanzen saugen an vielen verschiedenen Pflanzen und sind deshalb in der Landwirtschaft nicht allzu gerne gesehen, da sie offensichtlich beim Saugen Pilzkrankheiten nicht nur am Blatt sondern auch in die Frucht hinein übertragen. An Liguster konnte ich das selbst beobachten. Ihre Verwandten sind da schon etwas unangenehmer, wenn sie als Bettwanzen menschliches Blut saugen. Dennoch haben sie wohl im ökologischen Ganzen ihren Platz und wenn sie nur - wie in der Bildreihe - der Brennnessel in ihrem Wuchern Einhalt gebieten. Angeblich wurden Reiswanzen auch als Sauger an kleineren Tieren (Insekten) beobachtet (E.Müller, persönl.Mitt.), so dass man ihnen zumindest eine Bedeutung im Recycling von Pflanze und Tier zuweisen könnte.

Nun werden sie wieder zu Lästlingen

Reiswanzen (1).jpg

die Larven der Reiswanzen

Reiswanze Larve
älteres Larvenstadium auf Brennnessel
Reiswanze adult
erwachsenes Stadium auf Rosenblatt,alle Fotos Brü

Der Stahlblaue Grillenjäger

Isodontia mexicana

Grillenjäger.JPG
Foto Brüning

wie der Name schon sagt aus Mexiko stammend, bei seitlichem Lichteinfall mit stahlblauen Flügeln. Die Beute der Grabwespe ( mit der typischen Wespentaille) sind Heuschrecken und Grillen. Erstmals 1960 in Europa (Südfrankreich) gesichtet, in D seit 1997(bei Tübingen), 2003 in der Ortenau aufgetaucht, jetzt auch am Kaiserstuhl eingewandert. Als adultes Tier ( 1,5 - 2 cm groß)ernährt sie sich von Nektar und Pollen,häufig an blühender Minze und damit in Menschennähe anzutreffen. Gerne nimmt sie dort Hohlräume an, worin sie ihre Nester aus nur wenigen ( bis 10 ) Brutzellen anlegt und diese mit einen kleinen Grasbüschelchen verstopft.

Der Schmetterling des Jahres 2019

Damenbrett oder Schachbrett

Schach-oder Damenbrett.JPG
Fotos Brü

Es lebt in relativ trockenen, mit Gras bewachsenen Gegenden, auf Wiesen und Lichtungen, an Straßenrändern und Böschungen. Auch Magerrasen mit kalkhaltigem Boden und sonnige Hänge sind bevorzugte Standorte.

Wildbiene des Jahres 2019

Die Blauschillernde Sandbiene (Andrena agilissima)

2010-6 Andrena agilissima 093(1).jpg
Foto: R.Treiber

Sie ist selten und lebt in selbst gegrabenen Erdnestern in Süddeutschland. In der Literatur als kommunale Bienen bezeichnet, da zwei oder mehr Weibchen einer Generation zusammen leben, wobei jedes Weibchen die eigenen Brutzellen baut und mit Nahrung in einem gemeinsamen Nest versorgt (WESTRICH 2013). Nahrung besteht aus Nektar von Senf, Acker-Rettich und Raps.

Gottesanbeterinnen

2018-07 Gottesanbeterin im Lavendel, B. Sütterlin.jpg

Jetzt sind sie wieder überall und doch nicht leicht zu entdecken: Mantis religiosa, die Schrecke mit dem zu bedornten Klappmessern umfunktionierten Vorderbeinpaar.

Gottesanbeterin_(1).JPG
Gottesanbeterin Mantis
P1270293.JPG
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Gottesanbeterin in den Reben

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl Bachenstraße 42, 79241 Ihringen Birgit Sütterlin & Reinhold Treiber

Tel. 07668 - 7108 80

Büro: Montag + Donnerstag 10 - 12 Uhr

E-Mail: naturzentrum@ihringen.de

 
 
 
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